Die Berufskollegs am Berliner Platz als "lebendige Schulen in
einer lebendigen Stadt" ...
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(v. r. n. l .) Im Lernbüro des Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung
OStR P. Bolte, Bürgermeister H. J. Vogel, Schulleiter OStD W. Rickert (Text: P.
Gawenda/Bild: H. Schramm)
Viele Schüler und Schülerinnen der 9. und 10. Klassen der Haupt-, Realschulen und der
Gymnasien aus ganz Arnsberg und Sundern konnten sich mit ihren Lehrern auf der vergangenen
6. Berufsbörse über Berufe, Berufsbilder, Ausbildungsgänge bis hin zu den verschiedenen
Vollzeitschulformen detailliert informieren.
Das im obigen Bild ausschnitthaft zu sehende Lernbüro ist ein besonderer Lernort
vergleichbar mit einem Labor, einer Werkstatt. Hier stehen im Mittelpunkt des praktischen
Lernens die "Informationen und Daten eines Betriebes". Die Schüler und
Schülerinnen beschäftigen sich im Fach Bürowirtschaft (=Betriebliche
Informationswirtschaft) damit, wie kaufmännische Sachbearbeiter im Unternehmen an ihrem
Arbeitsplatz Informationen und Daten aufnehmen, zielgerecht aufbereiten und verarbeiten
und weiterleiten. Darüberhinaus werden Planungs- und Entscheidungsvorgänge, wie sie
typischerweise von Mitarbeitern in Unternehmen in den Abteilungen wie Einkauf, Verkauf,
Rechnungswesen oder Personalwesen vollzogen werden, betrachtet. Dies alles geschieht unter
besonderer Berücksichtigung des sinnvollen Einsatzes technischer (Büro-)Geräte
vor allem von Computern. Dabei wird der Lerninhalt nicht vorwiegend theoretisch
betrachtet, sondern dadurch, dass die Schüler und Schülerinnen die Rolle eines
kaufmännischen Mitarbeiters in einem Simulationsbetrieb, der RAND OHG Arnsberg,
übernehmen.
Die Berufskollegs für Wirtschaft und Verwaltung und der gewerblich-technischen Schulen
zeigten während der Berufsbörse ihre breit gefächerten Schul- und Bildungsangebote. An
vielen Informationsständen der beiden Schulen und der vielfach vertretenen Unternehmen
aus der heimischen Wirtschaft sowie in den verschiedenen Werkstätten und Laboren konnten
sich die Schüler und ihre begleitende Lehrer über die "Berufswelt"
informieren. Weitere zahlreiche Gäste u. a. aus Wirtschaft und öffentlichem Leben
konnten sich ein abwechslungsreiches Bild von den beiden Berufskollegs machen.
Arnsbergs Bürgermeister Hans Jochen Vogel informierte sich ausgiebig auf seinem Rundgang
durch die beiden Berufskollegs; eine seiner Aussagen: "Diese Berufsbörse
passt gut ins Bild des Projektes lebendige Schule".
Alle Gäste ob Jugendlicher oder Erwachsener hatten ausgiebig Gelegenheit,
sich in den Klassen, Lehr- und Aktionsräumen, Laboren und Werkstätten informieren und
beraten zu lassen. In persönlichen Gesprächen mit Schülern der Berufskollegs, mit den
Lehrern und den Vertretern der Firmen, Ämtern, Kammern und anderen Einrichtungen konnten
sich die Besucher informieren. Natürlich war auch neben den "beruflichen
Informationen" Platz für sportliche Entspannung, Zeit für Geschicklichkeits-Spiele,
man konnte die Genüsse einer internationale Küche genießen oder einen Besuch in der
Cafeteria vornehmen.
Vielen Besuchern wird bei ihrem Rundgang durch die Berufskollegs erst einmal bewußt
geworden sein, wie vielfältig das berufliche Bildungsangebot dieser beiden Schulen ist.
In beiden Berufskollegs gibt es verschiedene Vollzeitklassen, diese reichen von der
Handelsschule über die Höhere Berufsfachschule (Höhere Handelsschule) Typ Wirtschaft ,
der Höheren Berufsfachschule für Abiturienten, der Höheren Berufsfachschule mit
gymnasialer Oberstufe (Abschluss Abitur) bis hin zur Berufsfachschule Typ Technik und
Fachschule Typ Technik und Gestaltung. Die hier nur beispielhaft genannten Vollzeitformen
unterteilen sich noch in weitere Bildungsgänge.
Neben den Vollzeitformen (meist 2- bis 3-jährig) sind die Berufskollegs durch eine
Vielzahl von Berufsschulzweige gekennzeichnet. Diese reichen beispielhaft von der Metall-,
Kraftfahrzeug- und Elektrotechnik über das Bauwesen bis hin zur Mediengestaltung. Neben
diesen mehr technisch ausgerichteten Berufsschulklassen gibt es den kaufmännischen
Bereich. Dieser reicht z. B. vom Einzel- und Großhandel über Bürokaufleute,
Arzthelferinnen bis hin zu Industrie-, Steuer-, Verwaltungs- und Bankkaufleuten.
Viele Eindrücke wirkten auf die hunderten - vor allem jungen - Besucher ein, natürlich
konnten mit dem einen Besuch an den Berufskollegs nicht alle Fragen, Wünsche und weiteren
Schul- und Berufsvorstellungen ausreichend bei jedem beantwortet werden, deshalb stehen
die Berufskollegs Interessierten jederzeit weiter zur Verfügung. Sie geben detaillierte
Informationen über Bildungsmöglichkeiten im schulischen Vollzeit- und Teilzeitbereich (=
Berufsschule), Voraussetzungen, Schulzeiten, Qualifikationen, Abschlüsse.
Nutzen Sie die Möglichkeiten der weiteren Beratung - setzen Sie sich mit den beiden
Berufskollegs am Berliner Platz in Verbindung, z. B. über deren Schulbüros es
lohnt sich bestimmt. |